This video provides a beginner's guide to free-lost-search training for dogs. It focuses on the initial steps, teaching the dog the concept of searching and introducing the search command, rather than delving into advanced techniques. Two exercises are demonstrated.
Gerne, hier ist eine leicht bearbeitete Version des Transkripts in Deutsch. Die Änderungen betreffen hauptsächlich die Korrektur kleiner Tippfehler und die Verbesserung der Satzstruktur für bessere Lesbarkeit. Die originale Bedeutung bleibt jedoch erhalten.
hallo zusammen, in dem heutigen Video geht es um die Freiverlorensuche. Bevor wir uns mit Trainingsschemas oder Details wie Wind oder Geländeform auseinandersetzen, muss der Hund zunächst einmal wissen, worum es überhaupt geht. Das sind die ersten Schritte, und hierzu möchte ich gerne etwas zeigen. Zum Ersten soll der Hund lernen zu suchen; zum Zweiten wird das Kommando für die Suche eingeführt und konditioniert. Aus seiner Natur heraus wird der Hund selbstverständlich suchen können, aber zum einen soll er es kontrolliert tun, und zum anderen soll er auf jeden Fall mit seiner Nase suchen. Hierzu habe ich zwei Übungen vorbereitet, die sich in der Praxis bereits bewährt haben.
Wir benötigen zwei verschiedene Geländeformen. Das erste Gelände sollte etwas anspruchsvoller sein, also dichter Bewuchs, hohes Gras, Laub, Totholz. Das andere Gelände sollte einfacher gestrickt sein, also beispielsweise eine relativ flache Wiese. Beide Gelände müssen nicht groß sein; 5 x 5 oder 10 x 10 Meter reichen schon völlig aus. Auf jeden Fall sollte es frei von unangenehmen Dingen sein. Also schaut, ob da keine Brennesseln, keine Disteln und vor allen Dingen auch kein Müll liegt. Dann braucht ihr noch Objekte. Das können Dummies in jeglicher Größe, Farbe, Form und Gewicht sein, oder auch Spielzeuge. Beispielsweise eignen sich hervorragend die Lieblingsspielzeuge eures Hundes. Das Einzige, was ihr vermeiden solltet, sind Spielzeuge, die irgendwie quietschen oder Geräusche von sich geben. Von der Menge her seid ihr mit ungefähr fünf bis zehn Spielzeugen gut beraten.
Für die Freiverlorensuche braucht ihr natürlich noch einen Hund, und da es heute um die ersten Schritte geht, kann ich Penny schlecht dafür einsetzen, weil ich einfach schon zu erfahren bin. Deswegen habe ich heute Gäste, und zwar die Gute mit ihrem Hund. Jetzt bestimmt noch ein bisschen was erzählen. Ja, ich bin hier mit Kessler, einer zehn Monate alten Labradorhündin aus England. Wie heißt du mit vollem Namen? Bender Cassiopeia. Und wir machen die Arbeit. Wir starten damit gerade gut und heute die Freiverlorensuche. So ist es okay. Und los geht’s!
Natürlich möchte ich nicht, dass der Hund einfach losstürmt und dabei zufällig über einen Dummy stolpert. Die erste Übung dient dazu, eurem Hund beizubringen, intensiv in einem relativ begrenzten Gebiet seine Nase einzusetzen und die Dummies zu suchen. Dazu legt ihr die Dummies aus bzw. versteckt sie leicht, damit keine Tauschgefahr besteht. Ihr solltet die Menge anpassen; ungefähr fünf bis zehn Stücke dürften eine gute Zahl sein. Und ihr solltet natürlich darauf achten, dass diese auch weit genug auseinander liegen. Zudem wird gerade hier zu Beginn das Kommando für die Suche eingeführt. Für den Start stellt ihr euch zusammen mit eurem Hund in Grundposition an den Rand des Suchgebietes, möglichst ohne Leine. Dann gebt ihr das Suchkommando. Bei mir persönlich ist das tatsächlich das Wort „Such“ mit einer leichten Wischbewegung der Hand in das Suchgebiet. Ein neuer Hund wird verständlicherweise zu Beginn noch nicht wissen, was das Suchkommando bedeutet; entweder sitzen bleiben oder einfach in das Suchgebiet hineinlaufen. Ihr selbst geht jetzt einfach mit in das Suchgebiet, wischt mit euren Händen durchs Laub, durch die Gräser, und werdet das so interessant finden, dass er eher anfangen wird, mit euch zusammen zu suchen. Teilt eure Aufmerksamkeit und gebt dem Hund in einigen Abständen das Suchkommando. Sucht auch wirklich gemeinsam mit eurem Hund. Wenn ihr ein Suchobjekt findet, nehmt es auf, freut euch, zeigt es eurem Hund, gebt es ihm aber nicht. Irgendwann steckt er es euch von selbst ab, und ihr geht wieder zusammen in die Suche. Wenn euer Hund ein Suchobjekt findet, dann freut ihr euch noch etwas mehr, bringt ihn dann zur Abgabe, steckt das weg und sucht wieder gemeinsam weiter. Es war wirklich eine Teamaufgabe, und der Hund soll dabei lernen, in einem begrenzten Gebiet immer wieder zum Erfolg zu kommen, auch wenn er mehrmals dabei praktisch in die Suche geschickt wird. Sucht so lange, bis alle Stücke tatsächlich gefunden wurden, oder aber bis ihr merkt, bei eurem Hund lässt die Konzentration nach. Ihr solltet auf keinen Fall weiter suchen mit ihm, wenn ihr wirklich merkt, dass der Hund keine Lust mehr hat. Hört bitte vorher auf.
Bei der zweiten Übung macht der Hund sozusagen seine erste Alleinsuche. Zum einen soll das Suchkommando befolgt werden; zum anderen wird er da zum ersten Mal alleine seine ersten Erfolge sammeln. Hierzu haben wir ein etwas einfacheres Gelände ausgesucht, mit einer relativ flachen Wiese, wo unsere Suchobjekte verteilt werden. Achtet hier auch auf die Menge und den Abstand, dass keine Tauschgefahr besteht. Ein Dummy wird relativ weit vorne ins Suchgebiet gelegt, so dass euer Hund das möglichst schnell findet. Wir können ihn dabei auch noch unterstützen, indem wir ein weißes Lammfell auslegen. Das soll dazu führen, dass der Hund genau dieses Dummy recht zügig findet, seinen ersten Erfolg hat und sich problemlos ein weiteres Mal in die gleiche Suche schicken lässt, auch wenn er nicht an der gleichen Stelle ein Dummy findet. Die anderen Dummies legt ihr einfach ein gutes Stückchen dahinter aus. Achtet hier auch auf die Menge und die Entfernung, wie die Tauschgefahr bei eurem Hund ist, und achtet dabei auch auf die Geschwindigkeit eures Hundes, ob er eher langsam oder sehr schnell zu Werke geht. Hier müsst ihr ein bisschen variieren. Auch bei der zweiten Übung stellt ihr euch zusammen mit eurem Hund in Grundposition an den Rand des Suchgebietes. Dann schickt ihr euren Hund mit dem Suchkommando in das Gebiet hinein. Das erste Dummy, was ihr relativ sichtbar ausgelegt habt, wird der Hund finden, bevor er irgendetwas infrage stellen kann und damit zu seinem ersten Erfolg kommen. Wenn der Hund dann zurückkommt und die Abgabe erfolgt ist, sendet ihr euren Hund unmittelbar wieder in das Suchgebiet für das zweite Dummy, auch wenn er nicht an der gleichen Stelle etwas findet. Er wird durch seinen ersten Erfolg motiviert sein, weiter zu suchen, und da etwas tiefer genügend Dummies ausliegen, wird er auch da relativ zügig wieder zum Erfolg kommen. Nach der Abgabe des zweiten Dummies stoppt ihr diese Übung.
Vergesst bitte nicht, euch unheimlich zu freuen mit eurem Hund, dass er ein Dummy gefunden und es auch zu euch gebracht hat. Stoppt diese Übung auch bitte wirklich nach dem zweiten Dummy, denn hierbei geht es nicht um die Menge, sondern darum, dass der Hund das Suchkommando befolgt und möglichst schnell selbstständig zum Erfolg kommt.
Bei der ersten Übung geht es zunächst einmal darum, den Hund zu zeigen, was die Suche überhaupt ist und das Suchkommando einzuführen. Wenn ihr euren Hund einmal selbstständig in die Suche schicken könnt, dann werdet ihr diese Übung nicht mehr brauchen. Bei der zweiten Übung geht es darum, euren Hund alleine in die Suche zu schicken. Wenn euer Hund begriffen hat, worum es geht, dann geht bitte nicht gleich hin und erhöht die Anzahl der Dummies, die der Hund aus der Suche holen muss, denn das könnte den Druck zu schnell erhöhen. Geht lieber hin und spielt etwas mit den Entfernungen und den Abständen der Dummies, und später könnt ihr dann auch natürlich die erste Motivation, das Lammfell, mehr weglassen.
Und hier noch einige Tipps zur Freiverlorensuche, die ihr beachten solltet: Legt nicht so viele Dummies aus und legt sie auch nicht zu dicht beieinander. Der Hund soll sich, wenn er einen Dummy findet, genau auf dieses konzentrieren können und nicht schon ein anderes im Blick haben, denn sonst besteht Tauschgefahr, und damit fangt ihr euch ein Problem ein. Dann solltet ihr auch nicht zu viel Druck machen. Freut euch mit eurem Hund, wenn er einen Dummy gefunden hat, und macht vor allen Dingen bei der Abgabe keinen großen Druck. Lasst die Abgabe zunächst außen vor, wenn sie nicht so richtig funktioniert. Übt sie an einer anderen Stelle, aber nicht in Zusammenhang mit der Suche, denn euer Hund soll gerade bei den ersten Schritten lernen, dass es richtig Spaß macht, selbstständig in die Suche zu gehen und mit dem Suchwort selbstständig zum Erfolg zu kommen. Ich komme auch schon zum letzten Tipp: Wenn euer Hund bei der zweiten Übung selbstständig sucht, dann lasst ihn aufsuchen; versucht ihn nicht zu handlen, sondern lasst ihn einfach selbstständig arbeiten, denn genau da wollt ihr bei der Freiverlorensuche hinkommen.
Die ersten Schritte sind eine kurze Phase, die umso wichtiger ist, denn genau hier legt er den Grundstein für Willen, Motivation und selbstständiges Arbeiten. Arbeitet langsam, arbeitet sauber, und vor allen Dingen nicht mit Druck, denn im Hundetraining soll Spaß gemacht werden. Die Nasenarbeit ist schon schwer genug für den Hund, und genau an dieser Stelle möchte ich mich gerne bei der Guten, bei der Cassiopeia und bei der Scheier bedanken für diese schöne Zusammenarbeit und für die tollen Bilder, die sie uns beschert hat. Ja, auch dank euch viel … vielen Dank! Spaß gemacht! Vielen Dank von daher. Bleibt mir nur noch zu sagen: Wenn ihr Fragen oder Anmerkungen habt, schreibt mir in die Kommentare, und ich wünsche euch bis dahin eine gute Suche! Tschüss! Admy Werfer.